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Fische: Fischfang und Fischzucht in Aquafarmen

Bildquelle: shutterstock.com / Tosaphon C

Fische haben die gleiche Fähigkeit, Schmerzen zu empfinden, wie Säugetiere. Doch jedes Jahr werden Millionen Tonnen Fische gefangen und immer mehr Arten sind durch Überfischung vom Aussterben bedroht. ProVeg erklärt, warum nachhaltige Fischerei und Fischzucht in der Praxis unmöglich sind.

Die Nachfrage nach Fisch ist immens

Fische zählen zur ältesten und artenreichsten Wirbeltiergruppe unseres Planeten, doch ihr Bestand verringert sich durch Überfischung rasant. Das Leben der Fische ist für uns schwer nachvollziehbar, denn ihre Welt ist uns fremd. Wir sehen sie nur selten als Individuen, sondern sprechen von ihnen meist als Masse, die in Kilogramm und Tonnen angegeben wird. Jährlich werden etwa 96 Millionen Tonnen dieser Meereslebewesen aus der Tiefe geholt – und sterben anschließend einen schmerzhaften Tod.1 FAO (2020): The State of World Fisheries and Aquaculture 2020. Sustainability in action. Rome.
Weltweit werden bis zu 2,3 Billionen fühlende Individuen jährlich getötet – der inzwischen überhandnehmende illegale Fischfang ist noch gar nicht mitgerechnet.2 A. Mood and P. Brooke (2019): Numbers of fish caught from the wild each year. Verfügbar unter: http://fishcount.org.uk/fish-count-estimates-2/numbers-of-fish-caught-from-the-wild-each-year [09.12.2020]

Die weltweite Nachfrage nach Fisch nimmt weiter zu. Laut der Welternährungsorganisation FAO lag der Verbrauch von Fisch und anderen Meerestieren im Jahr 2018 bei etwa 20 kg pro Kopf.3 FAO (2020): The State of World Fisheries and Aquaculture 2020. Sustainability in action. Rome. 4 FAO (2016): The State of World Fisheries and Aquaculture 2016: Contributing to food security and nutrition for all. Rome. Unter den Hauptgründen für den stetig wachsenden Konsum sind technische Entwicklungen ebenso wie wachsende Einkommen und eine damit einhergehende steigende Nachfrage nach Fisch, insbesondere in der jüngeren Bevölkerung.5 FAO (2020): The State of World Fisheries and Aquaculture 2020. Sustainability in action. Rome. 6 Supartini, A., T. Oishi & N. Yagi (2018): Changes in Fish Consumption Desire and Its Factors: A Comparison between the United Kingdom and Singapore. Foods 7(7), 97. doi:10.3390/foods7070097

Fischbestände gehen rasant zurück

Heute gelten etwa 30 % der weltweiten Fischbestände als überfischt und weitere etwa 60 % werden so stark befischt, dass sie sich nicht erholen können oder bis an die Grenze der Nachhaltigkeit ausgereizt sind.7 FAO (2020): The State of World Fisheries and Aquaculture 2020. Sustainability in action. Rome. Auch der Klimawandel und sich erwärmende Ozeane beeinflussen die Fischpopulationen sowie das Wachstum vieler Arten negativ.8 Free, C. M., J. T. Thorson, M. L. Pinsky, et al. (2019): Impacts of historical warming on marine fisheries production. Science 363(6430), S. 979–983. doi:10.1126/science.aau1758 Zudem konnte eine Studie aufzeigen, dass bereits auf 55 % der globalen Meeresfläche industrieller Fischfang stattfindet – eine Fläche, viermal größer als die Fläche, die durch die Landwirtschaft genutzt wird.9 Kroodsma, D. A., J. Mayorga, T. Hochberg, et al. (2018): Tracking the global footprint of fisheries. Science 359(6378), S. 904–908. doi:10.1126/science.aao5646

Beifang verursacht unnötiges Leiden und Sterben

Umweltgefährdende Fangmethoden und unzureichende Fischereigesetze haben verheerende Auswirkungen auf die Weltmeere und ihre Lebewesen. Viele Millionen Meeresbewohner landen pro Jahr unbeabsichtigt als sogenannter Beifang in den Netzen der Fischerinnen und Fischer. Unter „Beifang“ werden Lebewesen verstanden, die nicht die Zielart darstellen – neben 300.000 Walen und Delphinen enden so auch Vögel und andere marine Säugetiere in den Fischernetzen. Die meisten von ihnen überleben diese Tortur nicht. Sie sterben entweder während des Fangs oder verenden später langsam aufgrund von Verletzungen und Stress.10 WWF (2004): Cetacean bycatch and the IWC. Verfügbar unter: http://d2ouvy59p0dg6k.cloudfront.net/downloads/bycatchjuly12lowres2004.pdf [09.03.2021] Schätzungsweise 40 % der gefangenen Tiere gelten als Beifang11 R. W. D. Davies, S. J. Cripps, A. Nickson, and G. Porter (2009): Defining and Estimating Global Marine Fisheries Bycatch. Marine Policy 33, no. 4, S. 661–72. – viele werden wieder über Bord geworfen, während andere als Fischfutter für Fische in Aquakulturen enden.12 Wijkström, U.N. (2009): The use of wild fish as aquaculture feed and its effects on income and food for the poor and the undernourished. In M.R. Hasan and M. Halwart (eds). Fish as feed inputs for aquaculture: practices, sustainability and implications. Fisheries and Aquaculture Technical Paper. No. 518. Rome, FAO. S. 371–407. 13 Davies, R. W. D. , S. J. Cripps, A. Nickson & G. Porter (2008): Defining and Estimating Global Marine Fisheries Bycatch. Marine Policy 33, no. 4, S. 661–72.

Das Meeresökosystem gerät aus dem Gleichgewicht

Die Überfischung hat fatale Folgen für die Ökosysteme der Meere. So gehen nicht nur die Bestände der Arten stark zurück, die für den menschlichen Verzehr genutzt werden, sondern auch die Bestände der als Beifang geltenden Tiere. Ebenso leidet das empfindliche Gleichgewicht der Arten unter der massiven Fischerei, was Auswirkungen auf die Populationen von Meeresvögeln, Quallen und Plankton haben kann.14 Wagner, E. L. & P. D. Boersma (2011): Effects of Fisheries on Seabird Community Ecology. Reviews in Fisheries Science 19(3), S. 157–167. doi:10.1080/10641262.2011.562568 15 Furness, W.R. (2003): Impacts of fisheries on seabird communities. Scientia Marina 67 (Suppl. 2), S. 33–45. 16 World Ocean Review (2013): The Future of Fish: The Fisheries of the Future. Verfügbar unter: http://worldoceanreview.com/wp-content/downloads/wor2/WOR2_english.pdf [09.01.2019] Auch die Fangmethoden belasten die Ökosysteme. So zerstören etwa Grundschleppnetze, die für den Fang von Scholle, Seezunge oder Krebstieren verwendet werden, den Meeresboden und die hier vorkommenden Lebewesen wie Korallen.17 FAO: Fishing Gear Types. Bottom trawls. Verfügbar unter: http://www.fao.org/fishery/geartype/205/en [27.01.2021]

Fischzucht in Aquakulturen nimmt zu

Die Fischzucht in Aquafarmen nimmt weltweit bedenklich zu. Im Jahr 2018 wurden über 80 Millionen Tonnen Seelebewesen in Aquafarmen gezüchtet.18 FAO (2020): The State of World Fisheries and Aquaculture 2020. Sustainability in action. Rome. Darunter befinden sich neben Forelle oder Wels auch Meeresfische wie Lachs, Krustentiere wie Garnelen und Weichtiere wie Austern. Die hohe Besatzdichte in dieser Haltungsform führt bei den Tieren zu Stress sowie zu einer hohen Verletzungsgefahr und Anfälligkeit für Krankheiten.19 P. Stevenson (2007): Closed Waters: The Welfare of Farmed Atlantic Salmon, Rainbow Trout, Atlantic Cod & Atlantic Halibut. Compassion in World Farming  and World Society for the Protection of Animals. Verfügbar unter: https://www.ciwf.org.uk/research/species-fish/the-welfare-of-farmed-fish/ [20.04.2021] 20 Ashley, P. J. (2007): Fish welfare: Current issues in aquaculture. Applied Animal Behaviour Science 104(3–4), S. 199–235. doi:10.1016/j.applanim.2006.09.001

Fisch frisst Fisch

In Aquakulturen werden häufig Raubfische wie Lachs oder Forelle gezüchtet, die andere Fische als Futter benötigen und so das Problem der Überfischung noch weiter verschärfen.21 Tacon, A. G. J. & M. Metian (2015): Feed Matters: Satisfying the Feed Demand of Aquaculture. Reviews in Fisheries Science & Aquaculture 23(1), 1–10. doi:10.1080/23308249.2014.987209 22 Fry, J. P., N. A. Mailloux, D. C. Love, et al. (2018): Feed conversion efficiency in aquaculture: do we measure it correctly? Environmental Research Letters 13(2), 024017. doi:10.1088/1748-9326/aaa273 Die Produktion von Fischmehl und Fischöl ist zu einer großen Industrie geworden, die sowohl Aquakulturen als auch die Tierhaltung an Land versorgt, um so Milliarden von Tieren füttern zu können. Etwa 20–30 % aller wild gefangenen Fische werden zu Tierfutter verarbeitet, obwohl ein großer Teil hiervon auch für den direkten Verzehr durch den Menschen geeignet wäre.23 Reuters (2008): One-third of world fish catch used for animal feed. Verfügbar unter: https://www.reuters.com/article/us-fish-food-idUSTRE49S0XH20081029 [19.12.2020] 24 Cashion, T., F. Le Manach, D. Zeller, et al. (2017): Most fish destined for fishmeal production are food-grade fish. Fish and Fisheries 18(5), S. 837–844. doi:10.1111/faf.12209

Schätzungsweise werden bis zu 2 Kilogramm Futterfisch benötigt, um 1 Kilogramm Zuchtfisch zu produzieren.25 Tacon, A. G. J. & M. Metian (2015): Feed Matters: Satisfying the Feed Demand of Aquaculture. Reviews in Fisheries Science & Aquaculture 23(1), 1–10. doi:10.1080/23308249.2014.987209 26 Fry, J. P., N. A. Mailloux, D. C. Love, et al. (2018): Feed conversion efficiency in aquaculture: do we measure it correctly? Environmental Research Letters 13(2), 024017. doi:10.1088/1748-9326/aaa273 Einige argumentieren, dass die Menge an Fisch, die für die Produktion von 1 Kilogramm Lachs verwendet wird, mittlerweile unter 1 Kilogramm liegt. Das Futter für Fische enthält jedoch nicht nur Fischmehl, sondern auch große Mengen an Pflanzenproteinen (zum Beispiel aus Soja) sowie weitere Futtermittel tierischen Ursprungs wie etwa Blut- und Knochenmehl aus der Nutztierhaltung.

Umweltbelastung durch Aquakulturen

Aquakulturen schaden auf vielfältige Weise der Umwelt. Der Einsatz von Antibiotika und anderen Chemikalien verunreinigt die Gewässer und kann im schlimmsten Fall die Entstehung resistenter Bakterienstämme fördern, die auch für den Menschen gefährlich werden können. Fäkalien und Nahrungsrückstände belasten die Umwelt und können zu einer Überdüngung der Gewässer und einer Abnahme der Artenvielfalt führen.27 Watts, J. E. M., H. J. Schreier, L. Lanska, et al. (2017): The Rising Tide of Antimicrobial Resistance in Aquaculture: Sources, Sinks and Solutions. Marine Drugs 15(6). doi:10.3390/md15060158 28 Allsopp, M., P. Johnston & D. Santillo (2008): Challenging the Aquaculture Industry on Sustainability – Greenpeace Research Laboratories Technical Note 01/2008. Verfügbar unter: http://www.greenpeace.to/publications/Aquaculture_Report_Technical.pdf [09.01.2019]

Angeln ist eine weitere Form der Tierquälerei

Während die Jagd auf wild lebende Tiere mittlerweile von vielen Menschen abgelehnt wird, ist Angeln als Hobby noch weit verbreitet – vielleicht weil den meisten Menschen nicht bewusst ist, dass Fische fühlende Wesen sind. Für die Fische bedeutet Angeln erhebliches Leiden: Der Angelhaken reißt tiefe Wunden, während der Fisch langsam erstickt. Nicht besser ist das sogenannte „Catch-and-Release“-Angeln, bei dem der Fisch wieder zurück ins Wasser geworfen wird. Auch diese Praxis sorgt bei den Tieren für erhebliche Verletzungen und Stress, sodass sie stark geschwächt und mit schlechten Überlebenschancen in ihren Lebensraum zurückkehren.

Fische haben unterschiedliche Sozialsysteme

Unterschiedliche Sozialsysteme finden sich sowohl bei Landtieren als auch bei Fischen.29 Peichel, C. L. (2004): Social Behavior: How Do Fish Find Their Shoal Mate? Current Biology 14, no. 13, S. 503–504. 30 Engeszer, R. E., M. J. Ryan & D. M. Parichy (2004): Learned Social Preference in Zebrafish. Current Biology 14, no. 10, S. 881–884. Manche Fischarten leben als Einzelgänger wie die Forelle. Andere leben in Paaren und wieder andere schließen sich zu losen Gruppen oder großen Schwärmen zusammen – so auch der Thunfisch. Dank ihres Langzeitgedächtnisses können Fische komplexe soziale Beziehungen aufbauen. Sie besitzen zudem ein räumliches Erinnerungsvermögen, das ihnen ermöglicht, mentale Landkarten zu erstellen, mit denen sie sich in Gewässern orientieren.31 Brown, C. (2015). Fish Intelligence, Sentience and Ethics. Animal Cognition 18, no. 1, S. 1–17. Es konnte auch aufgezeigt werden, dass Putzerfische in der Lage sind, sich an negative Erfahrungen zu erinnern – so zeigten sie ein Meideverhalten in der Nähe des Ortes, an dem sie zuvor gefangen wurden.32 Triki, Z. & R. Bshary (2020): Long‐term memory retention in a wild fish species Labroides dimidiatus eleven months after an aversive event. Ethology 126(3), 372–376. doi:10.1111/eth.12978

Fische können Schmerzen empfinden

Oft wird mit der Aussage „Fische empfinden keine Schmerzen“ versucht, jegliche Diskussion um deren Leidensfähigkeit zu vermeiden. Fische können nicht schreien oder ihre Schmerzempfindungen anders zeigen. Daher bleibt häufig das Unbehagen aus, das viele Menschen empfinden, wenn sie zum Beispiel Schweine, Rinder oder Hühner leiden sehen. Die Forschung bestätigt jedoch zunehmend, dass Fische Schmerz empfinden können. So verfügen auch sie über sensorische Systeme sowie Hirnstrukturen und Funktionen, die für die Wahrnehmung von Schmerz, Angst und Stress verantwortlich sind.33 Sneddon, L. U. , V. A. Braithwaite & M. J. Gentle (2003): Do Fishes Have Nociceptors? Evidence for the Evolution of a Vertebrate Sensory System. Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences 270, no. 1520, S. 1115–1121. 34 Heath, A. G. & G. M. Hughes (1973): Cardiovascular and Respiratory Changes During Heat Stress in Rainbow Trout (Salmo Gairdneri). Journal of Experimental Biology 59, no. 2 (October 1, 1973), S. 323–38. 35 Arends, R. J., J. M. Mancera, J. L. Muñoz et al. (1999): The Stress Response of the Gilthead Sea Bream (Sparus Aurata L.) to Air Exposure and Confinement. The Journal of Endocrinology 163, no. 1 (October 1999), S. 149–157. 36 Sneddon, L. U. (2019): Evolution of nociception and pain: evidence from fish models. Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences 374(1785), 20190290. doi:10.1098/rstb.2019.0290 Auch Verhaltensweisen wie Abwehrreaktionen auf Schmerzreize unterstützen diese Annahme.37 Segner, H. (2012): Fish: Nociception and Pain: a Biological Perspective. Contributions to Ethics and Biotechnology 9. Bern: Federal Office for Buildings and Logistics. Verfügbar unter: http://www.ekah.admin.ch/fileadmin/ekah-dateien/dokumentation/publikationen/EKAH_Band_9_Fish__Englisch__V2_GzA.pdf [27.03.2017] 38 Sneddon, L. U. (2019): Evolution of nociception and pain: evidence from fish models. Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences 374(1785), 20190290. doi:10.1098/rstb.2019.0290

Fische enthalten schädliches Quecksilber, Dioxin und Blei

Allein die Tatsache, dass Fische Schadstoffe aus dem Wasser aufnehmen und in ihren Körpern anreichern, sollte die Konsumentinnen und Konsumenten nachdenklich stimmen. Dabei gilt als Faustregel: Je höher der Fisch in der Nahrungskette steht, desto höher die Konzentration an Giftstoffen in seinem Körper. Betroffen hiervon sind auch die beliebten Arten Lachs und Thunfisch.39 Gerstenberger, S. L., A. Martinson & J. L. Kramer (2010): An Evaluation of Mercury Concentrations in Three Brands of Canned Tuna. Environmental Toxicology and Chemistry 29, no. 2 (February 2010), S. 237–42. Denn große Raubfische fressen kleinere Meeresbewohner und nehmen deren Giftstoffe auf, die sich dann in ihrem Organismus ansammeln und konzentrieren (Bioakkumulation).40 Fair, P. A., N. D. White, B. Wolf, et al. (2018): Persistent organic pollutants in fish from Charleston Harbor and tributaries, South Carolina, United States: A risk assessment. Environmental Research 167, S. 598–613. doi:10.1016/j.envres.2018.08.001 Mit dem Verzehr von Fischen werden zum Beispiel Quecksilber, PCB (polychlorierte Biphenyle), Dioxin, Blei und Arsen aufgenommen, wodurch diverse ernsthafte Gesundheitsprobleme entstehen können: von Nierenschäden über geistige Entwicklungsstörungen und Krebs bis hin zum Tod.41 Corsolini, S., N. Ademollo, T. Romeo, et al. (2005): Persistent organic pollutants in edible fish: a human and environmental health problem. Microchemical Journal 79(1–2), S. 115–123. doi:10.1016/j.microc.2004.10.006 42 Panseri, S., L. Chiesa, G. Ghisleni, et al. (2019): Persistent organic pollutants in fish: biomonitoring and cocktail effect with implications for food safety. Food Additives & Contaminants: Part A 36(4), S. 601–611. doi:10.1080/19440049.2019.1579926 Die auf Aquafarmen gezüchteten Fische stellen hierzu keine gesündere Alternative dar, denn sie bekommen Antibiotika und Chemikalien verabreicht.43 Mateo-Sagasta, J., S. M. Zadeh & H. Turral (2017): Water pollution from agriculture: A global review. FAO and IWMI. Rome and Colombo. Diese sollen Parasiten, Haut- und Kiemeninfektionen bekämpfen – alles Folgen der unnatürlichen Haltungsbedingungen.

Umdenken dringend erforderlich – pflanzliche Fischalternativen nutzen

Ethisch, ökologisch und gesundheitlich betrachtet ist Fisch ein bedenkliches Lebensmittel. Fische können nicht nur Schmerzen empfinden, sondern verfügen auch über komplexe kognitive Fähigkeiten und Sozialstrukturen. Zudem ist Fisch keine nachhaltige Nahrungsquelle: Zu schädlich sind die Auswirkungen der Fischerei und Aquafarmen auf die Umwelt und unsere Gesundheit. Vor diesem Hintergrund ist ein Umdenken dringend notwendig. Die Verfügbarkeit gesunder und nachhaltiger pflanzlicher Fischalternativen steigt von Jahr zu Jahr. Der Meeresgeschmack lässt sich zudem leicht durch Algen ersetzen.

Fischersatz: 10 vegane Alternativen zu Fisch, Kaviar und Co.

Jährlich sterben Milliarden Fische für den menschlichen Verzehr. Glücklicherweise gibt es zunehmend gesunde pflanzliche Alternativen, die schmecken und der Umwelt guttun. ProVeg präsentiert die Top 10 der Fischalternativen.

ProVeg unterstützt die Verfügbarkeit von pflanzlichen Fischalternativen

ProVeg weist nicht nur auf gesunde tierleidfreie Alternativen hin, sondern macht sie auch leichter zugänglich. Wir veranstalten und unterstützen regelmäßig Kongresse wie VegMed und die New Food Conference. Darüber hinaus berät und unterstützt ProVeg Unternehmen, um die Innovation pflanzlicher Lebensmittel voranzutreiben. Dies reicht von der Betreuung von Start-ups über die Beratung internationaler Supermarktketten und Gastronomien bis hin zur Vergabe des V-Labels. Mehr Informationen unter proveg.com/de/was-wir-tun/fuer-unternehmen

Quellen

Quellen
1 FAO (2020): The State of World Fisheries and Aquaculture 2020. Sustainability in action. Rome.
2 A. Mood and P. Brooke (2019): Numbers of fish caught from the wild each year. Verfügbar unter: http://fishcount.org.uk/fish-count-estimates-2/numbers-of-fish-caught-from-the-wild-each-year [09.12.2020]
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4 FAO (2016): The State of World Fisheries and Aquaculture 2016: Contributing to food security and nutrition for all. Rome.
6 Supartini, A., T. Oishi & N. Yagi (2018): Changes in Fish Consumption Desire and Its Factors: A Comparison between the United Kingdom and Singapore. Foods 7(7), 97. doi:10.3390/foods7070097
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14 Wagner, E. L. & P. D. Boersma (2011): Effects of Fisheries on Seabird Community Ecology. Reviews in Fisheries Science 19(3), S. 157–167. doi:10.1080/10641262.2011.562568
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17 FAO: Fishing Gear Types. Bottom trawls. Verfügbar unter: http://www.fao.org/fishery/geartype/205/en [27.01.2021]
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32 Triki, Z. & R. Bshary (2020): Long‐term memory retention in a wild fish species Labroides dimidiatus eleven months after an aversive event. Ethology 126(3), 372–376. doi:10.1111/eth.12978
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34 Heath, A. G. & G. M. Hughes (1973): Cardiovascular and Respiratory Changes During Heat Stress in Rainbow Trout (Salmo Gairdneri). Journal of Experimental Biology 59, no. 2 (October 1, 1973), S. 323–38.
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39 Gerstenberger, S. L., A. Martinson & J. L. Kramer (2010): An Evaluation of Mercury Concentrations in Three Brands of Canned Tuna. Environmental Toxicology and Chemistry 29, no. 2 (February 2010), S. 237–42.
40 Fair, P. A., N. D. White, B. Wolf, et al. (2018): Persistent organic pollutants in fish from Charleston Harbor and tributaries, South Carolina, United States: A risk assessment. Environmental Research 167, S. 598–613. doi:10.1016/j.envres.2018.08.001
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43 Mateo-Sagasta, J., S. M. Zadeh & H. Turral (2017): Water pollution from agriculture: A global review. FAO and IWMI. Rome and Colombo.

Last updated: 28.04.2021

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