Ernährung | Pflanzlicher Lebensstil

Die Veggie-Challenge in Zahlen: So viel positiven Einfluss hat eine pflanzliche Ernährung

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Es gibt zahlreiche Gründe, warum Menschen den Konsum tierischer Produkte reduzieren möchten. Um die positiven Auswirkungen auf Umwelt und Tiere aufzuzeigen, fasst ProVeg im folgenden konkrete Zahlen zusammen, die den Einfluss verdeutlichen.

Weniger Tierleid

Wer sich dafür entscheidet, weniger tierische Produkte wie Fleisch, Milchprodukte und Eier zu essen, rettet Leben und erspart vielen Tieren unnötiges Leid.1Effektiv wird die Nachfrage nach tierischen Produkten reduziert, sodass zukünftige Leben gerettet werden.

  • Teilnehmende, die ihren Fleischkonsum reduzieren,2Wir nehmen an, dass im Fall eines reduzierten Fleischkonsums (flexitarisch) etwa die Hälfte der Zeit vegetarisch gegessen wird, das heißt die Ersparnisse liegen bei etwa 50 % dessen, was bei einer vegetarischen Ernährung erzielt wird. retten in 30 Tagen etwa 1 Tier.
  • Teilnehmende, die sich 30 Tage lang vegetarisch ernähren, retten etwa 2 Tiere.
  • Teilnehmende, die sich 30 Tage lang vegan ernähren, retten etwa 2 Tiere.3Diese Zahlen wurden auf Grundlage der Daten der Welternährungsorganisation (FAO) berechnet: Produktion: http://www.fao.org/faostat/en/#data/QL und Import/Export: http://www.fao.org/faostat/en/#data/TP

Mit einer komplett pflanzenbasierten Ernährung können über einen Zeitraum von 10 Jahren etwa 0,5 Kühe, 6 Schweine und beinahe 100 Vögel (Hühner, Gänse, Enten) gerettet werden.4Basierend auf eigenen Berechnungen auf Grundlage der Produktions-, und Konsum-/Verbrauchsdaten der Welternährungsorganisation (FAO) für das Jahr 2016. Food and Agriculture Organization of the United Nations (2019): Livestock primary. FAOSTAT Database. Rome, Italy: FAO. Retrieved October 1, 2019 from http://www.fao.org/faostat/en/#data/QL und Food and Agriculture Organization of the United Nations (2019): Crops and livestock products. FAOSTAT Database. Rome, Italy: FAO. Retrieved October 1, 2019 from http://www.fao.org/faostat/en/#data/TP

Zusätzlich zu diesen Landtieren, wird auch das Leben zahlreicher Fische verschont. Die Anzahl zu schätzen, ist schwer, da die Menge an Fisch häufig nicht in Individuen, sondern in Kilogramm und Tonnen gemessen wird. Sicher ist jedoch, dass die Menge an Fisch und anderen Meereslebewesen, die im Durchschnitt regelmäßig konsumiert wird, die Zahl an Landtieren bei Weitem übersteigt. Bei einer konservativen Schätzung kommen wir auf etwa einen Fisch pro Tag.5Berechnet auf Basis von Konsumdaten des Jahres 2016 des Fischinformationszentrums: Fischinformationszentrum (2019): Fisch Wirtschaft. Online unter: https://www.fischinfo.de/images/broschueren/pdf/FIZ_DF_2019.pdf [08.01.2020] sowie anhand von Daten von fishcount.org zum geschätzten Gewicht einzelner Fischarten (http://fishcount.org.uk/studydatascreens2/2017/numbers-of-farmed-fish-A0-2017.php?sort2/full). Dabei kann die Anzahl an Fischen pro Person je nach Gewicht auch deutlich höher ausfallen. Zudem gibt es eine Sammelkategorie, in der sich sehr kleine Fische, wie zum Beispiel Sprotten befinden könnten, die die Anzahl an Fischen noch einmal deutlich nach oben treiben würde. Unsere Berechnungen liegen bei bis zu 50 Fischen pro Person und Jahr. In den aktuellen Berechnungen ist Beifang nicht berücksichtigt. Weiterhin wurden Schalentiere wie Muscheln oder Garnelen nicht berücksichtigt.

Reduktion des CO2-Ausstoßes

Unsere Ernährungsgewohnheiten haben starke Auswirkungen auf unsere Umwelt. Während die Herstellung und der Konsum tierischer Produkte einen wesentlichen Treiber des Klimawandels darstellen, kann eine pflanzliche Ernährung dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Die Emissionen der Nutztierhaltung sind weltweit höher als die Emissionen aller Autos, Busse, Flugzeuge und Züge zusammen. Wer den Verzehr tierischer Produkte reduziert, verringert auch den eigenen CO2-Fußabdruck.

Um die Bedeutung der CO2-Einsparung zu verdeutlichen, vergleicht ProVeg die Einsparungen mit dem CO2-Ausstoß einer Autofahrt und stützt sich dabei auf die Annahme, dass ein neues Auto durchschnittlich etwa 120 g CO2 pro km ausstößt.6Berechnet auf Grundlage von E. Hallstrom, A. Carlsson-Kanyama & P. Borjesson. (2015). Environmental impact of dietary change: a systematic review. Journal of Cleaner Production 91 1-11.5.↑ und Europäische Kommission: Reducing CO2 emissions from passenger cars, accessed 19 April 2019, https://ec.europa.eu/clima/policies/transport/vehicles/cars_en

  • Teilnehmende, die ihren Fleischkonsum reduzieren,7Wir nehmen an, dass im Fall eines reduzierten Fleischkonsums (flexitarisch) etwa die Hälfte der Zeit vegetarisch gegessen wird, das heißt die Ersparnisse liegen bei etwa 50 % dessen, was bei einer vegetarischen Ernährung erzielt wird. sparen in 30 Tagen 22 kg CO2 ein (ungefähr 180 km).
  • Teilnehmende, die sich 30 Tage lang vegetarisch ernähren, sparen 44 kg CO2 ein (ungefähr 370 km).
  • Teilnehmende, die sich 30 Tage lang vegan ernähren, sparen 62 kg CO2 ein (ungefähr 520 km).

Ein geringerer Wasserverbrauch

Weltweit werden rund 70 % des vom Menschen entnommenen Wassers in der Landwirtschaft verwendet.8WWAP (2017): The United Nations World Water Development Report 2017. Wastewater: The Untapped Resource. UNESCO, Paris. S.1 Die Herstellung tierischer Produkte benötigt wesentlich mehr Wasser als die Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel wie Bohnen und Vollkornprodukte. Während für ein Kilogramm Rindfleisch beispielsweise etwa 15.000 Liter Wasser benötigt werden, werden für ein Kilogramm Sojabohnen hingegen nur etwa 2.000 Liter verbraucht.9Water footprint network: Water footprint of crop and animal products: a comparison. Online unter: https://waterfootprint.org/en/water-footprint/product-water-footprint/water-footprint-crop-and-animal-products/. [19.12.2019] 10Mekonnen, M. & A.Y. Hoekstra (2011): The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products
Wer weniger tierische Produkte isst, reduziert den Verbrauch von Wasser. Die folgenden Wassereinsparungen können mit der Veggie-Challenge erreicht werden:11Hoekstra, A.Y. (2015). The Water Footprint: The Relation Between Human Consumption and Water Use. The Water We Eat, Springer Water, pp 35-48. Berechnet auf Grundlage von Tabelle 2 (Seite 44). Für die vegane Ernährungsweise gehen wir davon aus, dass alle konsumierten Kalorien von Pflanzen stammen.

  • Teilnehmende, die ihren Fleischkonsum reduzieren,12Wir nehmen an, dass im Fall eines reduzierten Fleischkonsums (flexitarisch) etwa die Hälfte der Zeit vegetarisch gegessen wird, das heißt die Ersparnisse liegen bei etwa 50 % dessen, was bei einer vegetarischen Ernährung erzielt wird. sparen in 30 Tagen 19.500 Liter Wasser.
  • Teilnehmende, die sich 30 Tage lang vegetarisch ernähren, sparen 39.000 Liter Wasser.
  • Teilnehmende, die sich 30 Tage lang vegan ernähren, sparen 39.000 Liter Wasser.

Senkung des landwirtschaftlichen Flächenbedarfs

Eine pflanzliche Ernährungsweise benötigt weniger landwirtschaftliche Nutzflächen. Ein Großteil der Entwaldung in Südamerika hängt zum Beispiel mit der Weidehaltung von Kühen und dem Anbau von Sojapflanzen als Futtermittel für die Tierhaltung zusammen. Nur 6 % der weltweiten Sojabohnenernte werden als Nahrung für den Menschen verwendet.13Union of Concerned Scientists (2015): Soybeans. Online unter: https://www.ucsusa.org/resources/soybeans [19.12.2019] Wer an der Veggie-Challenge teilnimmt, kann innerhalb eines Monats die Landnutzung so stark reduzieren:14Hallstrom, E., A. Carlsson-Kanyama & P. Borjesson. (2015). Environmental impact of dietary change: a systematic review. Journal of Cleaner Production 91 1-11.

  • Teilnehmende, die ihren Fleischkonsum reduzieren,15Wir nehmen an, dass im Fall eines reduzierten Fleischkonsums (flexitarisch) etwa die Hälfte der Zeit vegetarisch gegessen wird, das heißt die Ersparnisse liegen bei etwa 50 % dessen, was bei einer vegetarischen Ernährung erzielt wird. sparen in 30 Tagen etwa 32 m² Land.
  • Teilnehmende, die sich 30 Tage lang vegetarisch ernähren, sparen etwa 65 m² Land.
  • Teilnehmende, die sich 30 Tage lang vegan ernähren, sparen etwa 80 m² Land.

Quellen   [ + ]

1. Effektiv wird die Nachfrage nach tierischen Produkten reduziert, sodass zukünftige Leben gerettet werden.
2, 7, 12, 15. Wir nehmen an, dass im Fall eines reduzierten Fleischkonsums (flexitarisch) etwa die Hälfte der Zeit vegetarisch gegessen wird, das heißt die Ersparnisse liegen bei etwa 50 % dessen, was bei einer vegetarischen Ernährung erzielt wird.
3. Diese Zahlen wurden auf Grundlage der Daten der Welternährungsorganisation (FAO) berechnet: Produktion: http://www.fao.org/faostat/en/#data/QL und Import/Export: http://www.fao.org/faostat/en/#data/TP
4. Basierend auf eigenen Berechnungen auf Grundlage der Produktions-, und Konsum-/Verbrauchsdaten der Welternährungsorganisation (FAO) für das Jahr 2016. Food and Agriculture Organization of the United Nations (2019): Livestock primary. FAOSTAT Database. Rome, Italy: FAO. Retrieved October 1, 2019 from http://www.fao.org/faostat/en/#data/QL und Food and Agriculture Organization of the United Nations (2019): Crops and livestock products. FAOSTAT Database. Rome, Italy: FAO. Retrieved October 1, 2019 from http://www.fao.org/faostat/en/#data/TP
5. Berechnet auf Basis von Konsumdaten des Jahres 2016 des Fischinformationszentrums: Fischinformationszentrum (2019): Fisch Wirtschaft. Online unter: https://www.fischinfo.de/images/broschueren/pdf/FIZ_DF_2019.pdf [08.01.2020] sowie anhand von Daten von fishcount.org zum geschätzten Gewicht einzelner Fischarten (http://fishcount.org.uk/studydatascreens2/2017/numbers-of-farmed-fish-A0-2017.php?sort2/full). Dabei kann die Anzahl an Fischen pro Person je nach Gewicht auch deutlich höher ausfallen. Zudem gibt es eine Sammelkategorie, in der sich sehr kleine Fische, wie zum Beispiel Sprotten befinden könnten, die die Anzahl an Fischen noch einmal deutlich nach oben treiben würde. Unsere Berechnungen liegen bei bis zu 50 Fischen pro Person und Jahr. In den aktuellen Berechnungen ist Beifang nicht berücksichtigt. Weiterhin wurden Schalentiere wie Muscheln oder Garnelen nicht berücksichtigt.
6. Berechnet auf Grundlage von E. Hallstrom, A. Carlsson-Kanyama & P. Borjesson. (2015). Environmental impact of dietary change: a systematic review. Journal of Cleaner Production 91 1-11.5.↑ und Europäische Kommission: Reducing CO2 emissions from passenger cars, accessed 19 April 2019, https://ec.europa.eu/clima/policies/transport/vehicles/cars_en
8. WWAP (2017): The United Nations World Water Development Report 2017. Wastewater: The Untapped Resource. UNESCO, Paris. S.1
9. Water footprint network: Water footprint of crop and animal products: a comparison. Online unter: https://waterfootprint.org/en/water-footprint/product-water-footprint/water-footprint-crop-and-animal-products/. [19.12.2019]
10. Mekonnen, M. & A.Y. Hoekstra (2011): The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products
11. Hoekstra, A.Y. (2015). The Water Footprint: The Relation Between Human Consumption and Water Use. The Water We Eat, Springer Water, pp 35-48. Berechnet auf Grundlage von Tabelle 2 (Seite 44). Für die vegane Ernährungsweise gehen wir davon aus, dass alle konsumierten Kalorien von Pflanzen stammen.
13. Union of Concerned Scientists (2015): Soybeans. Online unter: https://www.ucsusa.org/resources/soybeans [19.12.2019]
14. Hallstrom, E., A. Carlsson-Kanyama & P. Borjesson. (2015). Environmental impact of dietary change: a systematic review. Journal of Cleaner Production 91 1-11.

Last updated: 21.01.2020

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