Die 10 besten Bücher für vegane Einsteiger und Fortgeschrittene

Mi 20.06.2018

Bildquelle: Ira Bagmet/ Shutterstock

Viele vegetarisch und vegan lebende Menschen machen es sich zur Aufgabe, Interessierten den Einstieg in ein tierleidfreies Leben zu ermöglichen. Ob moralische, ökologische oder gesundheitliche Aspekte – es gibt viele Beweggründe für eine pflanzliche Lebensweise. Dafür bieten sich besonders Bücher an, die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Veganismus und Vegetarismus geben. Die Autorinnen und Autoren behandeln Themen wie Gesundheit, Tierethik, Umwelt und Lifestyle. ProVeg stellt im Folgenden die 10 besten Bücher vor.

 

Die wichtigsten Tipps und Informationen für eine vegane Lebensweise

 

1. Andreas Grabolle räumt in seinem Buch „Kein Fleisch macht glücklich: Mit gutem Gefühl essen und genießen“ (Goldmann Verlag 2012, 416 Seiten, 8,99 €, ISBN 978-3-442-17316-7) mit Vorurteilen und Halbwahrheiten über Veganismus und Vegetarismus auf, wie dem Mythos, dass Menschen Fleisch essen müssten, um zu überleben. Dabei gibt er Antworten auf die Frage, was wir noch mit bestem Wissen und Gewissen essen können. Denn in Bezug auf die Folgen unserer Ernährung wird schnell klar: Was wir essen, ist für unsere Gesundheit, Umwelt und nicht zuletzt die Tiere keineswegs gleichgültig.

 

2. Christian Koeders Buch „Veganismus: Für die Befreiung der Tiere“ (Selbstverlag: Christian Koeder 2014, 674 Seiten, 23,99 €, ISBN 978-1-496-09866-5) dient als detailliertes und umfangreiches Nachschlagewerk für alle Aspekte des veganen Lebensstils. Dabei bietet es einen sachlichen Überblick über Themen wie pflanzliche Ernährung und Nährstoffversorgung, Tierrechte und ernährungsbedingten Klimawandel. Das Buch ist in einem leicht verständlichen Sprachstil geschrieben und sowohl für Menschen, die bereits pflanzlich leben, als auch für Neulinge geeignet.

 

 

3. Hilal Sezgin hat mit „Wieso? Weshalb? Vegan!: Warum Tiere Rechte haben und Schnitzel schlecht für das Klima sind“ (Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch 2016, 304 Seiten, 12,99 €, ISBN 978-3-733-50228-7) ein Standardwerk für Kinder und Jugendliche geschrieben, die sich für eine fleischfreie Ernährung interessieren. Sezgin räumt mit Vorurteilen auf, mit denen vegetarisch und vegan lebende Menschen täglich konfrontiert werden, beispielsweise dass diese mangelernährt seien und ihnen nur ein sehr begrenztes Speisenangebot zur Verfügung stünde. Das Buch führt anschaulich in die Themen pflanzliche Lebensweise und Tierrechte ein und ist aufgrund des unkomplizierten Schreibstils besonders für Heranwachsende geeignet.

 

4. Marc Pierschel brachte mit „Vegan!: Vegane Lebensweise für alle“ (compassion media 2010, 172 Seiten, 9,80 €, ISBN 978-3-000-28404-5) ein Handbuch für bereits vegan lebende Menschen sowie an einer pflanzlichen Ernährungsumstellung Interessierte heraus. Das Buch behandelt unter anderem die Entstehungsgeschichte des Veganismus, die kommerzielle Ausbeutung von Tieren sowie ethische Überlegungen und Theorien zum Mensch-Tier-Verhältnis. Darüber hinaus finden sich darin Informationen über Nährstoffe und zahlreiche pflanzliche Rezeptideen. Der Autor gibt Antworten auf alle anfallenden Fragen wie das Erkennen von E-Nummern, die auf tierische Bestandteile hinweisen können. Ein angefügtes Wörterbuch hilft, um sich auch auf Reisen verständigen zu können, sodass nichts Tierisches auf dem Teller landet.

 

5. Patrick Bolk führt in „Vegan-Guide: Die wichtigsten Fakten und Tipps zum veganen Leben“ (Südwest Verlag 2016, 128 Seiten, 9,99 €, ISBN 978-3-517-09455-7) in die vegane Ernährungsweise ein. Dieser unterhaltsame Ratgeber behandelt die wichtigsten Informationen, die das vegane Leben leichter machen: Von Tipps für den Kauf tierleidfreier Kosmetik und Kleidung über Hinweise zu versteckten tierischen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln bis hin zu veganen Dating-Plattformen und hilfreichen Apps ist alles dabei. Darüber hinaus geht Bolk auf pflanzliche Alternativen ein und zeigt, dass der Genuss bei einer tierleidfreien Ernährung nicht auf der Strecke bleibt. Mit vielen Grafiken, Tabellen und Illustrationen veranschaulicht der Autor das Geschriebene. Darüber hinaus sind im Buch einfach umzusetzende vegan Rezepte enthalten, die den Einstieg in die pflanzliche Lebensweise erleichtern.

 

Pflanzenbasierte Ernährung und Gesundheit

 

6. Dr. Joel Fuhrman brachte mit „Eat to Live: Das wirkungsvolle, nährstoffreiche Programm für schnelles und nachhaltiges Abnehmen“ (Unimedica Verlag 2016, 432 Seiten, 24,80 €, ISBN 978-3-944-12520-6) ein Grundlagenwerk für gesunde Ernährung heraus. Wissenschaftlich fundiert erläutert er zwei Themen, die aus medizinischer Sicht immer gemeinsam betrachtet werden sollten: Ernährung und Gesundheit. Der Arzt zeigt, dass weit verbreitete Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Adipositas (Übergewicht) mithilfe einer Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährungsweise dauerhaft besiegt werden können. Fuhrman stützt sich auf neueste Erkenntnisse und revolutioniert so unser Denkverhalten in Bezug auf unsere Essgewohnheiten.

 

7. Jonathan Safran Foer geht in dem Sachbuch „Tiere essen“ (Kiepenheuer & Witsch 2010, 400 Seiten, 19,99 €, ISBN 978-3-462-04044-9) unter anderem der Frage nach, was Essen für den Menschen bedeutet. Warum essen wir Tiere, wenn es doch zahlreiche pflanzliche Alternativen gibt? Würden wir Tiere auch essen, wenn wir wüssten, wie sehr sie leiden? Nachdem der Autor Vater wurde, beschäftigten ihn diese und weitere Fragen zunehmend. Denn in dieser Zeit befasste er sich immer mehr mit der Thematik Leben. Letztendlich entschloss er sich dazu, auf eigene Faust zu recherchieren. Nachts verschaffte er sich Zugang zu Tierfarmen, um die grausamen Zustände dort zu dokumentieren, und sprach mit unzähligen Tierrechtsaktivisten sowie Ernährungsexperten über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Tierethik.

 

Machtverhältnis zwischen Mensch und Tier

 

8. Dr. Melanie Joy erklärt in ihrem Buch „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen: Karnismus – eine Einführung“ (compassion media 2016, 223 Seiten, 16,00 €, ISBN 978-3-981-46217-3) nicht, weshalb wir kein Fleisch essen sollten, stattdessen geht es vor allem darum, warum so viele Menschen es tun. So erhalten Leserinnen und Leser die Möglichkeit, ihre Konsumentscheidungen zu überdenken. Denn die meisten Menschen glauben, dass es natürlich, normal und notwendig sei, bestimmte Tiere zu essen. Aber wenn das Essen von Tieren nicht überlebensnotwendig ist, so ist es eine Entscheidung – und Entscheidungen beruhen auf Überzeugungen. Mit dem Begriff „Karnismus“ prägt Joy das unsichtbare Glaubenssystem, das in vielen Köpfen fest verankert ist und dazu verleitet, bestimmte Tiere als Freunde zu betrachten, andere dagegen als Nahrung – ohne eine plausible Begründung dieser Unterscheidung.

 

9. Peter Singer, der australische Philosoph und Ethiker, befasst sich in seinem Werk „Animal Liberation: Die Befreiung der Tiere“ (Rowohlt 2015, 415 Seiten, 18,90 €, ISBN 978-3-499-19910-3) aus theoretischer und praktischer Sicht mit der umfangreichen Thematik Speziesismus – der Ungleichbehandlung von Lebewesen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Art. Er kritisiert die allgegenwärtige Ausbeutung von Tieren – unter anderem als Lebensmittel und zu Forschungszwecken. Singers Buch bietet einen umfangreichen Einblick in die Geschichte und Gegenwart des Speziesismus und ist damit ein Klassiker für Neulinge ohne Vorkenntnisse.

 

Zwischenmenschliche Beziehungen

 

10. Dr. Melanie Joy, die international anerkannte Sozialpsychologin und erfahrene Beziehungsexpertin, gibt in „Beyond Beliefs: A Guide to Improving Relationships and Communication for Vegans, Vegetarians, and Meat Eaters“ (Roundtree Press 2017, 240 Seiten, 12,99 €, ISBN 978-1-944-90330-5, ab 2018 auch in deutscher Sprache erhältlich) leicht verständliche und umsetzbare Ratschläge. Die Autorin zeigt Prinzipien und Werkzeuge für eine effektive Kommunikation zwischen vegan, vegetarisch und mischköstlich lebenden Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern zur Schaffung gesunder Beziehungen auf. Da sich viele vegetarisch und vegan lebende Menschen in einer Fleisch essenden Kultur nicht verstanden oder akzeptiert fühlen, kann dieses Buch eine große Hilfe sein. So können Verbindungen gepflegt, repariert und sogar verstärkt und die Kommunikation über Veganismus/Vegetarismus oder das Fleischessen verbessert werden. „Beyond Beliefs“ eignet sich sowohl für Einsteigerinnen und Einsteiger als auch für langjährige Veggies.