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20 empfehlenswerte Kinderbücher, nicht nur für vegane Kinder

Di 18.09.2018

Wer vegetarisch oder vegan lebt, möchte seine ethische Grundeinstellung auch an Kinder weitergeben und Bücher mit ihnen anschauen und lesen, die nicht komplett gegenteilige Werte transportieren. ProVeg hat sich diesbezüglich für Sie auf dem Buchmarkt umgeschaut und stellt 20 vegan-freundliche Kinderbücher vor.

Viele renommierte Bilderbuchautorinnen und -autoren sowie Illustratorinnen und Illustratoren bedienen sich der Tradition, Tieren menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen zuzuschreiben wie in Fabeln, Märchen oder Sagen. Dies geht sogar häufig so weit, dass „Mama Muh“ plötzlich auf zwei Beinen läuft oder eine Siebenschläferfamilie bändeweise das Familienideal der 50er-Jahre nachspielt.

Veggie-freundliche Kinderbücher liegen im Trend

Auf der anderen Seite gibt es immer mehr vegane Kinderbücher, die eine pflanzliche Botschaft vermitteln: Ein Kind rettet ein Tier aus der Massentierhaltung und isst danach kein Fleisch mehr. Eine solche Geschichte kann helfen, mit Kindern das eigene Lebensmodell zu besprechen und auch anderen zu erklären, warum kein Fleisch auf den Grill kommt.

Ein kleiner Trend sind vegane Kinderbücher, in denen Tiere pflanzlich leben. Erzählungen, in denen Wölfe mit Kaninchen befreundet sind und Füchse nur Gänseblümchen essen, sind jedoch nicht sehr tiergerecht. Aber natürlich können sie auch als Variante des geradezu klassischen Themas gelesen werden: Den eigenen Weg finden und gehen, auch wenn jemand anders ist als die anderen.

Ganz ohne Pfannkuchentorte oder Würstchen geht es in den meisten Kinderbüchern wie „Pettersson und Findus“ nicht zu. Aber sollten sie deshalb gemieden werden? Je besser ein Buch, desto mehrschichtiger und bunter ist es, so wie das Leben selbst. In solchen Geschichten können sich Kinder wiederfinden und sehen, welche Möglichkeiten es noch gibt, zu leben oder sich zu verhalten. Im Folgenden stellt ProVeg 20 vegan-freundliche Kinderbücher vor, in denen beide Welten und beide Wesensarten nebeneinander bestehen: die der Menschen und die der Tiere.

Pappbilderbuch für die Kleinsten

1. Das Pappbilderbuch „Kind und Katze“ (von Suse Schweizer und Manuel Süess, atlantis 2014, 20 Seiten, 8,95 €, ISBN 978-3-7152-0674-5, ab 2 Jahre) begleitet ein kleines Kind und dessen Katze durch ihren Tagesablauf: Das Kind steht auf – die Katze reckt sich, das Kind frühstückt – die Katze schlabbert im Wassernapf … Klare Formen, kräftige Farben, feste Pappe für kleine Kinderhände – ein absolutes Lieblingsbuch, nicht nur für vegan-vegetarisch lebende Kinder.

2. Bienen und Insekten oder eher gesagt das Insektensterben ist überall Thema, auch in der Kinder- und Jugendliteratur. Viele andere beliebte Bilderbuchheldinnen und -helden sind ebenfalls bedroht: Wale, Menschenaffen, Eisbären und Tiger. Bei „Kribbel Krabbel auf der Wiese“ (von Smriti Prasadam-Halls, Fischer Sauerländer 2017, 14 Seiten, 9,99 €, ISBN 978-3737354899, ab 3 Jahre) tummeln sich Bienen, Schnecken, Schmetterlinge, Käfer, Würmer, Spinnen und Ameisen auf einer bunten Blumenwiese. Im Buch sind darüber hinaus 30 Kläppchen, die gleichzeitig noch ein Memospiel bilden – und schon kleinen Kindern mit viel Spaß und hohem Sympathiefaktor die heimischen Insekten bekannt machen. Und was sie kennen und mögen, gilt später hoffentlich nicht als Ungeziefer, das achtlos platt getreten wird.

Bilderbücher zum Anschauen und Vorlesen

3. „Lass mich frei!“ (von Patrick George, Moritz 2016, 54 Seiten, 12,95 €, ISBN 978-3-89565-311-7, ab 3 Jahre) ist ein Bilderbuch ohne gedruckte Worte (und somit für alle Kinder geeignet, egal welche Sprache sie sprechen), aber mit ganz viel Inhalt. Auf jeder rechten Buchseite ist eine Szene aus unserem Alltag abgebildet wie Tigerfelle als Teppiche oder Elefanten im Zirkus. Links ist ein Bild aus der freien Natur, in der Mitte eine Folie und darauf ein Tier, das beim Umblättern von der rechten Seite auf die linke wandert. So wird das Fell vor dem Kamin zu einem Tiger, der durch das hohe Gras pirscht, oder es ist der kleine Zirkuselefant zu sehen, der nun hinter seiner Mutter durch die Savanne trottet. Es ist schwer, genug davon zu bekommen, die Tiere durch das Hin- und Herblättern wieder zu lebendigen, freien Wesen werden zu lassen.

4. In „Mathildas Monster“ (von Michelle Knudsen, Orell Füssli 2016, 40 Seiten, 13,95 €, ISBN 978-3-280-03524-5, ab 3 Jahre) haben die Kinder keine Haustiere, sondern Monster – nur Mathilda noch nicht. Sie hofft, wartet und gibt sich Mühe, von ihrem Monster gefunden zu werden, denn so funktioniert es mit den Monstern, es ist nicht möglich, sich einfach eines zu holen. Insgesamt eine bunte, fröhliche Geschichte mit vielen liebenswerten Monsterfiguren und Lebensweisheiten.

5. Das Tier im Käfig schaut sie um Hilfe bittend an. Kurzerhand rettet Frau Treuherz die weiße Ente davor, geschlachtet und gebraten zu werden. Die Klavierlehrerin nennt ihn „Ellington“ (von Marlies Bardeli und Ingrid Godon, Peter Hammer 2018, 40 Seiten, 16,00 €, ISBN 978-3779505891, ab 4 Jahre). Fortan lebt der Enterich in ihrer Wohnung, vertreibt ihre Einsamkeit und bringt Leben in ihren Klavierunterricht. Aber irgendwann wird er passiv – er sitzt nur noch am Fenster und will nach draußen zum See. Als Frau Treuherz mit ihm dorthin geht, möchte er nur ungern wieder mit zurück in die Wohnung. Auch sie wird traurig, erkennt aber, dass sie ihren Enterich ein zweites Mal retten – und freilassen – muss. Ein Buch, das wunderschön zeigt, dass Mensch und Tier eine besondere Beziehung haben, die aber nicht nur nach menschlichen Bedürfnissen gestaltet werden darf. Die Bilder sind bunt und sanft und vermitteln ganz klar, wo Ellington hingehört – und wo nicht.

6. Katzen sind nicht ohne Grund Stars in lustigen Youtube-Filmchen. In „Alle sehen eine Katze“ (von Brendan Wenzel, NordSüd 2018, 44 Seiten, 15,00 €, ISBN 978-3314104053, ab 4 Jahre) begegnet eine Katze auf jeder Seite einem anderen Tier, das sie auf eine ganz bestimmte Art erlebt – so gestaltet, als würden wir durch deren Augen schauen. Zu sehen sind das Wärmebild der Schlange, die Erschütterungslinien, die der Regenwurm spürt, das Monster, das die Katze für eine Maus ist, aber auch das Spielzeug zum Liebhaben aus Sicht des Kindes. Diese verschiedenen Perspektiven sind großartig mit Collagen illustriert und regen die Fantasie sowie das Nachdenken an. Am Ende sieht die Katze ihr Spiegelbild in einem Teich und damit sich selbst.

Sachbücher im weitesten Sinne

7. Jede Doppelseite in „Muss der Waschbär früh ins Bett?“ (von Svenja Ernsten und Tobias Pahlke, Kosmos 2017, 44 Seiten, 12,99 €, ISBN 978-3440155868, ab 4 Jahre) beschäftigt sich mit Themen aus dem typischen Kinderalltag: Aufstehen, Waschen, Zähneputzen, Wohnen, Trinken, Essen, Spielen und Streiten. Darunter werden jeweils eine Handvoll Tiere präsentiert – mit lebensechter und liebenswerter Zeichnung, wie sie wohnen, spielen und streiten. Auch wenn das natürlich menschliche Kategorien sind: Dem Kind wird das Tier so nahegebracht.

8. Das Sachbilderbuch „Bald schon groß – jetzt noch klein“ (von Jens Poschadel, Kosmos 2018, 46 Seiten, 14,99 €, ISBN 978-3440159057, ab 5 Jahre) präsentiert Tierkinder aus aller Welt: frisch geschlüpft und noch ganz flauschig oder gerade flügge. Und zwar in ihrer ganzen Niedlichkeit mit wundervollen Bildern und – das ist das Besondere – in Lebensgröße! Große Tiere wie Pinguin- oder Ziegenbaby haben dafür extra Ausklappseiten. Das ganze Buch ist toll zum Schauen, Lesen und Lernen.

9. „ErlebnisWelt Natur“ (von Thomas Hegbrook und Patricia Hegarty, 360 Grad 2017, 64 Seiten, 16,90 €, ISBN 978-3961850204, ab 5 Jahre) ist ein Silent Book (Bilderbuch ohne Worte). Unabhängig vom Sprach- und Kulturkreis kann jeder und jede das Buch anschauen und verstehen. Es regt zum Reden, Fragen und Nachdenken an, weil der vorlesende Erwachsene oder das Kind erzählen muss – sonst gibt es keine Geschichte. In diesem Fall keine Informationen, denn es handelt sich um ein Sachbuch. Perfekt, um sich gemeinsam auf eine Reise zu begeben durch die gesamte Welt der Tiere – durch Ozeane und Meere, durch Wüsten und Savannen, in die Arktis und den Regenwald.

10. „Die Grüne Meeresschildkröte“ (von Isabel Müller, Gerstenberg 2014, 40 Seiten, 12,95 €, ISBN 978-3-8369-5780-9, ab 5 Jahre) fasziniert und verzaubert gleichermaßen. Der anschauliche Text schafft Identifikation mit dem fremdartigen Reptil, ohne es im Geringsten zu vermenschlichen. Mit bunt collagierten Unterwasserwelten erzählt jede Seite über das Leben und Reisen einer Meeresschildkröte – und alle zusammen die Geschichte vom Kreislauf des Lebens.

11. Die Natur hat viele Gesichter: Besonders faszinierend sind Raubtiere wie Gepard, Luchs, Tiger und Jaguar. Elegant, schnell und schön – und jeweils bestens an ihren Lebensraum angepasst. Wer ein Faible hat für diese Tiere – und das haben viele Kinder – wird dieses Buch lieben: „Wilde Katzen“ (von Owen Davey, Knesebeck 2018, 40 Seiten, 15,00 €, ISBN 978-3957281555, ab 6 Jahre).

12. Um alltägliche Wunder der Verwandlung geht es in „Metamorphosen“ (von Frédéric Clément, Knesebeck 2016, 40 Seiten, 14,95 €, ISBN 978-3-86873-939-8, ab 6 Jahre): So wird zum Beispiel aus einer Blumenzwiebel eine prachtvolle Tulpe und aus einer Kaulquappe ein Frosch. Die Schritt-für-Schritt-Bilder der einzelnen Wandlungen sind naturgetreu und gleichzeitig poetisch aufgebaut. So wird Wissenschaft schön verpackt transportiert.

13. Ein originelles, veganes Kinderbuch ist „Warum wir keine Tiere essen“ (von Ruby Roth, Echo 2010, 48 Seiten, 14,90 €, ISBN 978-3-926914-51-4, ab 6 Jahre). Kantig und doch knuffig gezeichnete Schweine, Kühe und Hühner sowie bunte Landschaften untermalen die Fakten globaler Ernährungszusammenhänge und nicht-artgerechter Lebensweisen. Ein bisschen wird den Kindern damit zugemutet, aber so ist die Welt nun einmal. Inhaltlich eher ein Sachbuch, aber mit einem sehr erzählenden, ruhigen Tonfall.

14. Vom Aal bis zum Zwergkärpfling, von der Kugelbauchmilbe bis zum Spitzmaulnashorn – in „Das Liebesleben der Tiere“ (von Katharina von der Gathen und Anke Kuhl, Klett Kinderbuch 2017, 44 Seiten, 18,00 €, ISBN 978-3954701698, ab 7 Jahre) treten nicht nur bekannte Tiere auf, sondern auch solche, von deren Existenz die Leserschaft bislang nichts wusste. Wobei Liebe natürlich eine menschliche Kategorie ist, aber Katharina von Gathen und Anke Kuhl beschreiben und zeichnen die teils nüchternen, teils faszinierenden Fakten des tierischen Fortpflanzungsverhaltens so tierfreundlich und anschaulich, dass das Wort Liebe doch irgendwie passt.

Romane zum Vor- und Selberlesen

15. Kinder lieben Alltagsgeschichten, die nur unwesentlich schöner und spannender sind als ihr eigener Alltag. Frech, vielseitig und lustig sind „Die wilden Zwerge“ (von Meyer, Lehmann und Schulze, Klett, 8,95 €, ab 4 Jahre): eine Kindergartengruppe mit vorlauten, ruhigen, ängstlichen, mutigen, hellen, dunklen, dicken und dünnen Kindern, die vom Schwimmbadausflug bis zur Vogelbeerdigung in jeder Folge so einiges erleben. Mittlerweile sind die Zwerge in der Schule und auch dort geht es munter weiter.

16. Wer Katzen und schrägen Humor mag, kann schon am Titelbild nicht vorbeigehen, ohne sich in dieses Buch zu verlieben. Kuschel schreibt Tagebuch und ist genau das flauschig-süße kleine Raubtier mit Sinn für schwarzen Humor, als das sich die Katze mit den ersten Worten vorstellt. Fiktiv natürlich, aber sehr ehrlich: „Ja, ich hab den Vogel getötet. Du lieber Himmel, ich bin nun mal eine Katze“. Dabei gelingt der Autorin, ein Tier nicht einfach nur in eine lustige Protagonistenrolle zu stecken, sondern beide Welten, die der Menschen und die der Katze, nebeneinander bestehen zu lassen. Auch wenn wir nie erfahren werden, was eine echte Katze wirklich sagen würde, geht es in „Tagebuch einer Killerkatze“ (von Anne Fine und Axel Scheffler, Moritz 2015, 64 Seiten, 9,95 €, ISBN 978-3895652981, ab 6 Jahre) neben viel Situationskomik auch um Erkenntnisgewinn.

17. In der mittlerweile vierteiligen Serie für Grundschulkinder „Erwin, König der Wüste – Ein Erdmännchen-Abenteuer“ (von Ian Whybrow, Fischer KJB 2013, 224 Seiten, 6,99 €, ISBN 978-3-596-81200-4, ab 8 Jahre) erzählt der ehemalige König der Erdmännchen seinen Schützlingen unten im Bau von der Welt da oben: von Wüstenuhus, Schakalen, Brumm-Brumms und Blah-Blahs (das sind die Menschen) und dass er einst auch König der Klick-Klicks (Menschen mit Kameras) war. Natürlich ist es der Autor, der Erwin aus diesem Blickwinkel auf die Menschenwelt schauen lässt, aber allein dass beide Sichtweisen nebeneinanderstehen (also auch die des Kameramanns), ist gut umgesetzt. Außerdem ist das Kinderbuch lustig und informativ – und selbst als Hörbuch großartig.

18. „Viktor und der Wolf“ (von Hannes Klug, Rowohlt 2016, 192 Seiten, 9,99 €, ISBN 978-3-499-21746-3, ab 10 Jahre): Viktor ist ein einsamer Junge, der eines Tages auf einen verletzten Wolf trifft, um den er sich fortan kümmert. Als das Tier gefangen wird und eingeschläfert werden soll, setzt Viktor alles daran, das zu verhindern. Kenntnisreich und artgerecht wird der Wolf vom Autor als der gezeigt, der er ist: weder Kuscheltier noch Bestie, sondern einfach ein Wolf. Dazu gibt es diverse kinderbuchtypische Nebenhandlungen und auch der Kinder-Krimi-Anteil ist gesichert. Am Ende des Buches haben die kleinen Leserinnen und Leser nicht nur viel erlebt, sondern auch viel gelernt.

19. Kinder retten ein Schwein vor dem Schlachter – aber mit was für einer turbulenten und lustigen Vor-, Neben- und Hauptgeschichte: Ein Ferkel als Hauptgewinn und schon steht der Alltag Kopf. Die Familie zieht aufs Land, wo Schwein Rudi Platz zum Schnüffeln, Toben und Rennen hat. Dort wird sein Talent als Rennschwein entdeckt, denn er ist ziemlich schnell. „Rennschwein Rudi Rüssel“ (von Uwe Timm, Hanser 2014, 144 Seiten, 9,99 €, ISBN 978-3-446-24518-1, ab 10 Jahre) ist auch als Film ein Klassiker.

20. Nina ist ein Mädchen mit Eislauftalent und viel beschäftigten Eltern – aus Sicht der anderen manchmal etwas zickig. Unter ihrem Bett versteckt sie einen schwarzen Panther. Niemand darf davon wissen, denn er wird von der Polizei und Bürgerwehr gejagt. Um ihn zu retten, hilft ihr der Junge Lionel. Am Ende ist der Panther frei und Nina und Lionel sind verliebt. Schön, abenteuerlich, überraschend und doch authentisch, romantisch, lustig: „Panthersommernächte“ (von Bettina Belitz, Loewe 2016, 400 Seiten, 17,95 €, ISBN 9978-3785577691, ab 12 Jahre).

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