Vegane Lebensmittel einkaufen – so einfach geht’s

Do 14.06.2018

Bildquelle: Dean Drobot / shutterstock.com

Jede Ernährungsumstellung spiegelt sich im Einkaufskorb wider. Heute bietet jeder Supermarkt, was es für eine gesunde, ausgewogene und vor allem leckere pflanzliche Ernährung braucht. ProVeg gibt Tipps für den veganen Einkauf.

Supermärkte und Discounter

Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide finden sich in jedem Lebensmittelgeschäft. „Spezielle“ vegane Produkte wie Fleisch- und Milchalternativen sowie vegane Brotaufstriche sind mittlerweile fest im Sortiment aller Supermärkte und Discounter verankert.

Die größte Auswahl veganer Lebensmittel bieten Biosupermärkte. Dort gibt es vegane Tiefkühlpizza, Joghurt auf Kokosbasis oder diverse pflanzliche Dips und Soßen. Ein weiterer Pluspunkt: Oft sind vegane Produkte gut sichtbar mit kleinen Schildern am Regal ausgezeichnet.

Drogeriemärkte und Reformhäuser

In Drogeriemärkten kann vor allem eine breite Palette an veganen Bioprodukten gekauft werden: Von Soßen und Tofuwürstchen über Milchalternativen bis hin zu Trockenfrüchten, Süßigkeiten und Superfoods ist alles dabei. Auch das Angebot glutenfreier Produkte wie Nudeln, Brot oder Müslimischungen ist oft groß.

Auch in Reformhäusern gibt es ein großes pflanzliches Sortiment von Chiasamen über Müsliriegel bis hin zu eisenreichen Säften, wobei der Schwerpunkt auf der Vollwerternährung liegt. Auch Nahrungsergänzungsmittel und Produkte für Allergikerinnen und Allergiker stehen dort in den Regalen.

Vegane Läden und Onlineshops

Vegane Läden gibt es vor allem in Großstädten. Neben dem Standardsortiment kann dort alles gekauft werden, was das Herz begehrt – egal ob exotische Gewürze, Algenchips oder vegane Riesengarnelen.

In den letzten Jahren sind immer mehr Onlineshops aufgetaucht, die sich auf vegane Lebensmittel spezialisiert haben. Hilfreich sind hier Kategorien wie „Neuerscheinungen“ oder „Topseller“ – letzteres hilft vor allem denen, die sich noch nicht in der veganen Produktwelt auskennen. Trotz aller Bequemlichkeit sollten die Versandkosten nicht vergessen werden. Ab einem bestimmten Einkaufswert werden sie einem erlassen, also lohnen sich Sammelbestellungen.

Wer in veganen Läden und Onlineshops einkauft, kann zudem sicherstellen, dass keine Produkte im Einkaufskorb landen, bei deren Herstellung Hilfsstoffe tierischen Ursprungs verwendet wurden. Beispielsweise können bei der Getränkeproduktion tierische Klärmittel eingesetzt worden sein, ohne dass diese auf dem Endprodukt deklariert werden müssen.

Asiashops und türkische Läden

Asiashops sind nicht nur geeignet, um seinen kulinarischen Horizont zu erweitern, sondern auch, um für wenig Geld den Einkauf veganer Lebensmittel zu erledigen: Neben Seidentofu, Tempeh und Kokosmilch sind auch Glasnudeln, Algen und Mochis feste vegane Bestandteile vieler asiatischer Küchen.

Obst, Gemüse, Couscous, Gewürze, Trockenfrüchte und Nüsse sind in türkischen Läden meist günstiger als in deutschen Supermarktketten. Wer probieren will, wie Hummus, Ajvar und Tahin aus der Produktion ihres Herkunftslandes schmecken, wird hier fündig.

Wochenmärkte, Hofläden und Biokisten

Auf vielen Märkten gibt es besonders frisches Obst und Gemüse – vor allem regional und saisonal. Neben bester Bioqualität dürfen Sie sich hier auch noch über eine Ansprechperson freuen, von der Sie mehr über die Produkte erfahren können. Aber auch frisch eingelegte Oliven, regionale Säfte von Streuobstwiesen oder frisch gebackene Brote finden sich auf Wochenmärkten.
Spartipp: Kurz vor Schluss werden Reste häufig vergünstigt angeboten!

In ländlichen Gegenden sind an viele landwirtschaftliche Betriebe Läden gekoppelt. In diesen Hofläden gibt es Produkte aus betriebseigener Herstellung, manchmal aber auch zugekauftes Obst und Gemüse. Vereinzelt werden Hofläden sogar komplett biovegan geführt. Wer direkt bei der Erzeugerin oder dem Erzeuger kauft, spart nicht nur Geld, sondern bekommt die Ware auch frisch vom Feld.

Wer bequem bestellen und gleichzeitig die lokale Landwirtschaft unterstützen möchte, kann sich regelmäßig eine Biokiste ins Haus oder an den Arbeitsplatz liefern lassen. Die Inhalte – meist Brot, Obst und Gemüse der Saison – einfach von Bestellung zu Bestellung online anpassen oder jedes Mal eine Überraschungsbox erhalten.

Vegan leben heißt nicht nur vegan essen

Wer sich mit der vegan-vegetarischen Lebensweise beschäftigt, fängt meist bei der Ernährung an. Doch wenn diese erst einmal umgestellt ist, begegnen einem weitere Bereiche, die umgekrempelt werden können.

Tierversuche für Kosmetika sind von vornherein weder sinnvoll noch notwendig. Aus diesem Grund wird vegane Kosmetik ohne Tierversuche immer gefragter.

Um aktiv gegen das Leiden der Tiere vorzugehen, kann auch auf vegane Kleidung und Schuhe ohne tierische Bestandteile zurückgegriffen werden.