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FAQs zu unserer Arbeit

Organisation

Das lateinische Präfix „pro-“ bedeutet „dafür“, „für“ oder „vorwärts“. „Veg“ steht für die Veggie-Bewegung, also Menschen, die Interesse an einer pflanzlichen Lebensweise haben. Der Name „ProVeg“ ist international verständlich und aussagekräftig. Er ist zudem kurz, einprägsam und besitzt eine positive, progressive Wirkung.

Die Veggie-Bewegung hat in den vergangenen Jahren in vielen Ländern an Bedeutung gewonnen. Ein gesellschaftlicher Wandel hin zu einer nachhaltigen, gerechten und tierfreundlichen Ernährung wird auch in Deutschland schrittweise zu einer realistischen Zukunftsperspektive. Es gibt zahlreiche Organisationen, die sich auf lokaler wie globaler Ebene für Menschenrechte, den Umwelt- und Tierschutz sowie Tierrechte engagieren. Eine weltweit tätige Ernährungsorganisation für die pflanzliche Lebensweise gab es bisher allerdings noch nicht.

Eine enge Vernetzung zwischen den Ländern innerhalb der weltweit tätigen Organisation ProVeg ermöglicht den wertvollen Austausch an Erfahrungen und vergrößert den Einfluss der pflanzlichen Bewegung auf der ganzen Welt. Dies ist insbesondere in Ländern wichtig, in denen nach aktuellem Stand der Konsum tierischer Lebensmittel mittelfristig noch ansteigen wird. In einer globalen Welt mit globalen Problemen müssen wir über den Tellerrand, das heißt über Ländergrenzen, schauen. Mit ProVeg haben wir 2017 einen bedeutenden Schritt zur Internationalisierung und besseren Vernetzung der Veggie-Bewegung gemacht.

ProVeg hat aktuell in Südafrika, Spanien, Polen, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland lokale Niederlassungen. Diese werden Teil der sich im Aufbau befindlichen Dachorganisation ProVeg International sein. ProVeg wird auch in den nächsten Jahren wachsen und in weiteren Ländern innerhalb und außerhalb Europas aktiv werden. Langfristig liegt der strategische Fokus auf Ländern, in denen besonders viel Fleisch konsumiert wird. Denn dort kann unsere Arbeit die größtmögliche Wirkung entfalten.

ProVeg unterstützt Individuen bei der schrittweisen Umsetzung einer genussvollen pflanzlichen Ernährung. Zudem arbeitet ProVeg mit den wichtigsten Akteuren und Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um den Wandel hin zu einer pflanzlichen Ernährungsweise zu beschleunigen. Durch die Vernetzung der einzelnen ProVeg-Organisationen in den verschiedenen Ländern gibt es neben einem wertvollen Wissenstransfer auch gut koordinierte weltweite Aktionen, die einen großen Wirkungshebel für unser Anliegen schaffen.

ProVeg ist eine internationale Ernährungsorganisation und richtet sich an alle, die an einer pflanzlichen Lebensweise interessiert sind. Die Organisation vertritt die Interessen vegetarisch und vegan lebender Menschen weltweit und wendet sich mit gezielten Kampagnen zudem ausdrücklich an all diejenigen, die ihren Konsum tierischer Produkte bewusst reduzieren wollen. Somit begleitet und unterstützt ProVeg alle Interessierten auf ihrem Weg hin zu einer pflanzlichen Ernährung.

ProVeg arbeitet mit den wichtigsten Akteuren und Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft und Medien zusammen, um den gesellschaftlichen Wandel hin zu einer pflanzlichen Lebensweise zu beschleunigen. ProVeg Corporate Engagement widmet sich dem wachsenden globalen Markt für pflanzliche Lebensmittel. Die Organisation arbeitet dabei mit Produzierenden, dem Einzelhandel und dem Außer-Haus-Markt zusammen, um die Entwicklung und Verbreitung pflanzlicher Lebensmittel zu unterstützen. Mit dem V-Label etwa haben Unternehmen die Möglichkeit, diese Produkte klar zu kennzeichnen und leicht erkennbar zu machen. Hierbei werden Unternehmen nach international einheitlichen Kriterien geprüft.

Finanzierung und Transparenz

ProVeg ist eine anerkannte gemeinnützige Ernährungsorganisation für eine pflanzliche Lebensweise, die regelmäßig von der Finanzverwaltung hinsichtlich ihrer Gemeinnützigkeit und der damit verbundenen Mittelverwendung geprüft wird. Die Organisation finanziert sich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge, Projektgelder und Einnahmen aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (WGB). Durch den WGB, der kostendeckend arbeiten muss, ist es Vereinen erlaubt, zum Beispiel Workshop-, Teilnahme- oder Lizenzgebühren einzunehmen. Die generierten Gewinne aus den Projekten im WGB werden bei ProVeg in gemeinnützige Projekte und Kampagnen sowie Personal- und Allgemeinkosten reinvestiert.

Die Finanzberichte werden jährlich in der Mitgliederversammlung vorgestellt und zeitnah nach der Vorstellung veröffentlicht. Durch eine externe Kassenprüfung durch 2 unabhängige Kassenprüfende wird eine ordentliche Verwendung der Einnahmen abgeglichen. Anschließend prüft ein Steuerberatungsbüro sowie das zuständige Finanzamt in Berlin alle Daten. Damit wird die Erfüllung der Anforderungen für die Gemeinnützigkeit gewährleistet. Die Finanzberichte von ProVeg finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Ab dem Kalenderjahr 2019 wird jährlich ein Wirkungsbericht gemäß dem Social Reporting Standard (SRS) erstellt, um die bisher gelebte Transparenz auch der interessierten Öffentlichkeit noch stärker zugänglich zu machen. Der SRS gibt einen Rahmen für die Berichterstattung im sozialen Sektor vor. Er hilft dabei, Wirkungsketten der Programme zu dokumentieren. Darüber hinaus liefert der SRS ein umfassendes Bild über Organisationsstruktur und Finanzen, die aus dem Finanzbericht überführt werden, und sorgt so für noch größere Transparenz.

Gemeinnützige Vereine wie ProVeg finanzieren sich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge, projektgebundene Gelder sowie aus Einnahmen des sogenannten wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs (WGB). Zu Letzterem gehören unter anderem Teilnahmegebühren aus Veranstaltungen, Workshopgebühren und Lizenzeinnahmen. Es dürfen keine Spendengelder oder Mitgliedsbeiträge verwendet werden, um den WGB zu finanzieren. Der WGB muss sich selbst tragen, kostendeckend arbeiten und soll im Idealfall dazu dienen, den ideellen Bereich finanziell zu unterstützen, was er bei ProVeg auch tut. Sämtliche Einnahmen aus dem WGB bei ProVeg werden reinvestiert und erwirtschaftete Überschüsse kommen der ideellen Arbeit zur Förderung der pflanzlichen Lebensweise zugute.

Rund um das V-Label

ProVeg unterstützt Menschen, die kurz- oder langfristig ihren Fleischkonsum reduzieren oder einstellen wollen. Den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Kaufentscheidung zu erleichtern, ist ein zentrales Anliegen von ProVeg. Hier knüpft auch die Vergabe des V-Labels an. Die Vergabe des V-Labels an Unternehmen ermöglicht es, eine größere Anzahl von Menschen für die pflanzliche Lebensweise zu begeistern und diese als leicht umsetzbare Alternative aufzuzeigen. Das V-Label ist ein international anerkanntes Label, das in den jeweiligen Ländern von den dortigen vegetarischen und veganen Organisationen vergeben wird. In Deutschland vergibt ProVeg die Lizenzrechte an hier ansässige Unternehmen.

Das V-Label ist ein international bekanntes, geschütztes und unabhängiges Siegel zur Kennzeichnung von Produkten in den Kategorien vegetarisch oder vegan. Dadurch dient es Endverbrauchenden als wichtige Entscheidungshilfe und ermöglicht die sichere und bequeme Auswahl von Lebensmitteln sowie von Körperpflege- und Haushaltsprodukten. Die Produkte werden zunächst einer Dokumentenprüfung unterzogen. Dabei achtet das V-Label auf Zutaten, Verarbeitungshilfsstoffe und alle für das Lebensmittel eingesetzten Inhaltsstoffe, die möglicherweise tierischer Herkunft sein können. Unternehmen werden außerdem durch eine Vor-Ort-Begehung (Inspektion) auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft. Stichprobenartige Laboruntersuchungen können ebenfalls Teil dieser Überprüfung sein. Auch wird geprüft, ob die Produkte keine gentechnisch veränderten Organismen (GMOs) enthalten, tierversuchsfrei hergestellt wurden und keine Käfigeier bei vegetarischen Produkten enthalten sind. 2018 wurden bereits rund 80 Betriebe überprüft, weitere folgen 2019.

Auf dem vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) geförderten, unabhängigen Portal „Label-online“ wurde das V-Label für vegane und vegetarische Produkte als „besonders empfehlenswert“ ausgezeichnet. Es erhielt jeweils die volle Punktzahl in den Kategorien „Anspruch“, „Unabhängigkeit“, „Kontrolle“ und „Transparenz“.

Das V-Label ist in über 30 Ländern registriert und wird in etwa 14 davon aktiv vertrieben. In diesen Ländern führen ansässige Veggie-Organisationen die Vergabe des Labels durch. Darunter die Vegane Gesellschaft Österreich (VGÖ) in Österreich, Ethical Vegetarian Alternative (EVA) in Belgien, Nederlandse Vegetariërsbond (NVB) in den Niederlanden, Association Vegetariénne de France (AVF) in Frankreich, ProVeg in Deutschland oder Swissveg in der Schweiz.

Rund 90 % der Einnahmen aus dem V-Label bleiben bei den jeweils nationalen Organisationen, die die Arbeit vor Ort übernehmen. Auch bei ProVeg in Deutschland ist dies der Fall. Der größte Anteil dieser Einnahmen wird dazu verwendet, die V-Label-Vergabe sicherzustellen und die Einhaltung der Kriterien zu gewährleisten. Zur Überprüfung der Kriterien zählen regelmäßige Inspektionen, die eingehende Dokumentenprüfung und Laborstichproben. Alle erzielten Überschüsse werden in die Arbeit von ProVeg reinvestiert, kommen somit dem ideellen Zweck des Vereins zugute und fördern die pflanzliche Lebensweise. 10 % der Einnahmen gehen als Lizenzabgaben an die V-Label GmbH zur Deckung der Kosten rund um den internationalen Markenschutz und zur Koordination der Kontrollorganisationen.

Die V-Label GmbH mit Sitz in der Schweiz ist von ProVeg unabhängig und verwaltet die Markenrechte und deren Schutz in allen V-Label-Ländern. Die Einnahmen der GmbH werden für Markenanmeldungen, Markenerweiterungen sowie für das Bereitstellen zentraler Infrastruktur wie Datenbanken und Websites verwendet. Außerdem berät sie die einzelnen Lizenznehmer in den Ländern und koordiniert das V-Label-Projekt international. ProVeg ist Lizenznehmer und hat einen Vertrag mit der V-Label GmbH, um das V-Label an in Deutschland ansässige Firmen zu vergeben. Bilaterale Verträge zwischen der V-Label GmbH und den einzelnen nationalen Organisationen regeln die jeweiligen Rechte und Pflichten.

Renato Pichler, Gründer und Geschäftsführer von Swissveg, rief das V-Label-Projekt als damaliger Präsident der European Vegetarian Union (EVU) ins Leben. Aufgrund des Wohnsitzes des Gründers in der Schweiz und der dortigen Nachfrage nach vegetarischer und veganer Kennzeichnung wurde die V-Label GmbH dort gegründet. Um den gemeinschaftlichen Aspekt des internationalen V-Labels hervorzuheben, band Renato Pichler den Präsidenten (Felix Hnat, Vegane Gesellschaft Österreich) und Vizepräsidenten (Sebastian Joy, ProVeg) der EVU als weitere Gesellschafter ein. Damit sind demokratisch gewählte Vertreter aus 3 Ländern in der V-Label GmbH involviert. Gemeinsam mit anderen V-Label-Ländern wird bei regelmäßigen Arbeitstreffen an der strategischen Weiterentwicklung des V-Labels gearbeitet. Etwaige Überschüsse verbleiben zu 50 % in der GmbH und gehen zu 50 % an die EVU, den Dachverband der vegetarischen und veganen Organisationen in Europa. Seit der Gründung vor 10 Jahren wurden die in der GmbH verbliebenen Gewinne unter anderem in den Ausbau der Markenrechte investiert. Es erfolgten daher bisher keine Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter der V-Label GmbH – und solche sind auch zukünftig nicht geplant.

Bilanzberichte

Die Hilfe jedes Einzelnen trägt dazu bei, unsere zukunftstragenden Ideen zu finanzieren. Sie können helfen, durch Ihren Beitritt die Ziele unseres Vereins zu fördern. Ihre Mitgliedschaft ist eine entscheidende Hilfe. Spenden und Mitgliedsbeiträge können steuerlich geltend gemacht werden.

Bilanzbericht 2018
In Arbeit

Bilanzbericht 2017

Bilanzbericht 2016

Jahresberichte

Mit den Jahresberichten will ProVeg Sie über die wichtigsten Aktivitäten der Organisation im jeweiligen Jahr informieren.

Jahresbericht 2017
In Arbeit

Jahresbericht 2016

Jahresbericht 2015

Jahresbericht 2014

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